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14.04.2012

Zeremonie zu Ehren der Ahnen und Verwandten

Ein Erlebnisbericht von Nanette Langfeldt

Bei unserem Aufenthalt im Februar 2012 wurden wir von unseren Mitarbeitern Sen Phakdey und Kath Khemara zu einer Zeremonie zu Ehren der Ahnen, ihrer Eltern und Tanten eingeladen. Die Zeremonie dauerte 2 Tage und fand am Wochenende 25./26. Februar 2012 statt. Dazu wurden schon Tage vorher emsige Vorbereitungen getroffen, das Haus hergerichtet, Stühle und Tische für ca. 250 Gäste besorgt, Essen und Getränke wurden bestellt sowie Musik etc. Die Tische wurden geschmückt und eingedeckt, die Stühle mit Hussen überzogen, so dass alles sehr festlich aussah.

Am frühen Nachmittag strömten die ersten Gäste herbei, die von den Gastgebern begrüßt wurden. Alle kamen in ihren besten Kleidern. Schließlich kamen auch die Mönche, die durch die Zeremonie geführt haben. Am Beginn der Zeremonie steht die rituelle Waschung der Eltern, Tanten und Onkel durch deren Kinder, Neffen und Nichten begleitet durch Gebete der Mönche.

Nach der Waschung gehen Eltern, Tanten und Kinder ins Haus, wo die Zeremonie in Form von Gebeten weitergeht. Viele ältere Gäste beten ebenfalls mit. Nachdem die Gebete beendet waren, wurde das Essen aufgetragen, an dem den ganzen Vormittag gekocht worden war, da es galt 250 Gäste statt zu bekommen. Es gab sauren Reis mit Fleisch und weiteren Beilagen sowie einigen typischen Süßigkeiten. Als Getränke wurden Wasser, Limonade, Coca Cola und Tee gereicht.

Am Abend, so gegen 19.30 Uhr, war die Zeremonie beendet und es wurde ein Platz frei geräumt, auf dem zu sehr lauter Musik getanzt werden konnte. Neben der typischen Khmermusik gab es auch rockige und poppige Musik, zu der so nach und nach die anwesenden Jugendlichen auf die Tanzfläche gingen. Der Tanz dauerte bis 1 Uhr in der Nacht und hat allen Beteiligten, auch Raphael und mir sehr viel Spaß gemacht. Anfangs noch skeptisch ob des Khmer Tanzstils, hat er schlussendlich viel Spaß daran bekommen und die Tanzfläche kaum verlassen. Und trotz der lauten Musik kommt kein Nachbar und beschwert sich wegen ausbleibender Nachtruhe. Ach ja, und am Abend gab es als weiteres Getränk auch Bier, dass mit Eiswürfeln getrunken wird, da es keine Kühlschränke gibt.

Am nächsten Morgen wurde die Zeremonie mit einem Frühstück eingeläutet, wieder sind die Mönche gekommen und haben ihre Gebete gesprochen. Am Ende der Zeremonie erhalten die Mönche Geschenke von der Familie und es wurde ein frühes Mittagessen um 11.30 Uhr gereicht, da die Mönche ab 12 Uhr mittags nichts mehr essen dürfen. Das Mittagessen beschließt die Zeremonie und alle gehen danach wieder nach Hause, so dass die Aufräumarbeiten beginnen können.

Es war ein sehr schönes Erlebnis und hat sehr viel Spaß gemacht. Wir konnten uns zudem mit vielen Studenten unterhalten, da auch sie alle eingeladen waren. Unsere Mitarbeiterin Sophanney und ihre Familie waren am ersten Tag ebenfalls anwesend. Wir alle freuen uns sehr, dass es ihr nach ihrer Krebsbehandlung wieder sehr viel besser geht. Sie hat mich gebeten, allen Spendern nochmals herzlich für Ihre Zuwendung und auch die vielen guten Wünsche zu danken.

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